Sonntag, 2. November 2008

TAG 131 - AUF DER FLUCHT

02.11.2008 - Bangkok

Der Tag hatte kaum angefangen und stellte uns sogleich auch schon vor zwei Probleme. Zuerst mussten wir das Zimmer zahlen und wollten nur 6 Dollar pro Nacht anstatt 7 Dollar bezahlen. Dieses Problem hatten wir schnell geloest indem wir einfach nur 200.000 Dong (etwas weniger als 12 Dollar) auf den Tisch legten und schwoerten, dass wir ansonsten kein Geld mehr haben, sondern nur noch Traveller Cheques. Auch wenn die Dame an der Rezeption ("It's 204.000 Dong, give me 4.000 Dong more!") zuerst protestierte und sich weigerte unsere Fuehrerscheine rauszuruecken, die wir als Deposit abgegeben hatten, irgendwann gab sie dann nach, aber nur weil wir nicht nachgeben wollten. Problem eins hatten wir locker geloest, doch das zweite war nicht absehbar und kotzte uns richtig an. Wir hatten den Transport zum Flughafen ja eigentlich geregelt, doch der Typ vom Reisebuero meinte heute morgen auf einmal, dass es doch nicht geht weil das Auto wegen dem Wetter und dem Regen kaputt sei (bla, bla, bla,...) aber wir das Geld wieder bekaemen. WIE BITTE? Wir bekamen dann unsere 200.000 Dong wieder und holten uns ein Taxi. Es stellte sich dann schnell heraus, dass es ein gutes Stueck mehr als 200.000 Dong kosten wird und da wir insgesamt nur noch 320.000 Dong hatten, wurde uns dann waehrend der Fahrt langsam ein wenig bammel. Am Flughafen stand der Meter dann auf etwas mehr als 380.000 Dong und wir haben dann wieder die gleiche Geschichte wie heute morgen im Hotel versucht, mit der Ausnahme, dass es diesmal ja stimmte, wir hatten nicht mehr. Unser Taxifahrer konnte ausser "Airport" kein Wort Englisch, aber er machte uns klar, dass ihm 320.000 nicht genug waren. Der naechste Versuch galt der WOW-DOLLAR-METHODE. In der Theorie soll der Asiat durch eine relativ grosse Dollar-Note beeindruckt werden und dadurch klein bei geben, soweit die Theorie. Leider wollte unser Taxifahrer den 20-Dollar Schein (ca. 340.000 Dong) nicht annehmen. Als er dann einen anderen Fahrer fragte, wieviel Dong das seien, rechnete dieser natuerlich mit dem schlechtesten Kurs um, der ihm gerade so einfiel und meinte, dass es nur 320.000 Dong seien. Antonia ist dann los um im Flughafen noch 5 Dollar zu wechseln um die Differenz von unseren 320.000 zu den geforderten 380.000 auszugleichen. Als sie zurueckkam hatte sie dann nach mehr als 15 min zurueckkam, hatte sie nur 50.000 Dong, also insgesamt etwa 370.000 Dong, doch der Taxifahrer gab sich zufrieden (bevor er noch laenger warten musste) und gab unser Gepaeck frei. Und als ob das alles nicht schon genug gewesen waere, gab es am Checkin die naechsten Probleme. Da wir wussten, dass mein Rucksack mehr als die erlaubten 15 kg wiegt, haben wir einfach fuer 2 Dollar Zuschlag ein zweites Gepaeckstueck fuer mich uebers Internet gebucht, da wir dachten, dass es dann wohl fuer das Zweite nochmal 15 kg sind, also insgesamt 30 kg. Die nette Dame am Schalter sagte dann, dass es bei insgesamt 15 kg pro Passagier bleibt, egal wieviele Gepaeckstuecke. Mein Rucksack wiegte 21 kg, also 6 kg mehr als erlaubt und jedes Kilo Uebergewicht hatte 5 Dollar gekostet. Sie hat uns dann angeboten, dass wir ein zweites Handgepaeck mitnehmen koennten, also hab ich meine Schutzhuelle vom Rucksack abgemacht und mein gesamtes Kleiderfach in die Huelle entleert. Als ich anschliessend fertig war, wog mein Rucksack haargenau 15.0 kg und ich hatte neben meinem Tagesrucksack noch einen Weihnachtssack voll dreckiger Waesche. Der Flug war ganz ok und nach ungefaehr 2 Stunden landeten wir in unserer zweiten Heimat, Bangkok. Kleines Detail noch am Rande: Sonnenschein und blauer Himmel!

Am Flughafen trafen wir nach Einreise und Gepaeckaufnahme den Kanadier vom Halong Bucht Ausflug wieder. Er und der Franzose machen ein Auslandssemester in Bangkok und wollten eigentlich mit der ersten AirAsia Maschine nach Bangkok fliegen, doch wegen dem Wetter-Chaos in Vietnam haben sie sie verpasst. Als sie dann auf den zweiten Flug (unseren Flug) umbuchen wollten, stellte der Franzose fest, dass er seinen Pass im Hotel vergessen hat, also flog der Kanadier alleine zurueck, da er abends noch einen Termin in Bangkok hatte. Uns gab das die Moeglichkeit das Taxi in die Innenstadt zu dritt zu nehmen. Dort haben wir wieder unser gewohntes Home & Garden Guesthouse fuer 3 Euro bezogen. Unsere Kleider haben wir dann erstmal zum Trocknen aufgehaengt, da sie komplett feucht und dadurch auch schwer waren. Unsere erste Station war die Khao San wo wir erstmal was gegessen habe. Anschliessend haben wir uns ein wenig im Starbucks erholt und sind noch ins Internet um auch unsere Eltern von unserer ueberstuerzten Weiterfahrt zu unterrichten.

Es fuehlt sich verdammt gut an wieder hier zu sein, wir haben Bangkok noch nie so zu schaetzen gewusst wie heute. Freundliche, lachende Menschen, gutes Wetter, guenstiges Essen, Starbucks (auch wenn das nicht das Wichtigste ist)... einzig und allein der Verfall unserer Waehrung macht uns zu schaffen. Am Anfang der Reise bekamen wir fuer 1 Euro noch 52 Baht, als wir mit Antonias Eltern wieder hier waren, waren es schon nur noch 48 Baht und jetzt sind wir bei 44 Baht. Mal abwarten, vielleicht wird der Kurs ja noch besser. Auf jeden Fall sind wir jetzt hier, werden unser Indien Visum beantragen (damit der Druck weg ist) und verbringen noch ein paar schoene Tage in Bangkok, einschliesslich meines Geburtstags.

See Ya!

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