Mittwoch, 22. Oktober 2008

TAG 120 - DIE WUESTE LEBT

22.10.2008 - Mui Ne

Jetzt gehts richtig los. Heute morgen um 8 Uhr haben wir den Bus nach Mui Ne genommen. Der Bus war ein Sleeper-Bus, wie wir ihn schon bereits aus China kannten, und so konnten wir noch ein bisschen Schlaf nachholen. Nach 5 Stunden Fahrt sind wir dann in Mui Ne angekommen. Der Ort liegt direkt am Meer und an der Strandpromenade reiht sich ein Resort an das Naechste. Wir hatten schnell entschieden, dass wir hier so kurz wie moeglich bleiben wollen und haben uns dann fuer die super kurze Version entschieden. Wir haben im T.M. Brothers Office direkt die Tickets fuer die Weiterfahrt nach Nha Trang am gleichen Abend bzw. in der Nacht um 1 Uhr bestaetigt. Anschliessend haben wir eine Kleinigkeit (die Portionen waren wahnsinnig winzig) gegessen und dann eine private Tour per Jeep fuer 24 $ zu den Duenen gemacht. Auf dem Weg zu denn Duenen haben wir zuerst an einem ausgewaschenen Tal gestoppt, dass hauptsaechlich durch die rote Farbe beeindruckte. Wir sind dann direkt weiter zu den weissen Sandduenen, gleichzeitig auch die groessten hier, und haben ziemlich viel Zeit zwischen den Sandhuegeln verbracht. Man konnte traumhafte Bilder machen und irgendwie wollten wir gar nicht mehr dort weg. Wir sind die Duenen heruntergelaufen und dann wieder auf der anderen Seite hoch, es war einfach wunderschoen. Auf einem Abstieg haben wir noch eine besonders tolle Entdeckung gemacht: ein Schlangenei! Als wir das gesehen haben, sind wir ein bisschen vorsichtiger durch den Sand getappt, wir haben ja schon so unsere Erfahrungen mit Schlangen gemacht auf der Reise *gg*. Kurz bevor die Sonne untergegangen ist, sind wir zurueck zum Jeep und weiter zu den Gelben Sandduenen. Leider haben wir davon nichtmehr viel gesehen, weil es dunkel war, aber sie waeren eh kleiner gewesen und von daher war es nach den anderen Duenen nicht mehr so der Bringer. Die Tour war ganz schoen, also ich haette mich auf jeden Fall geargert wenn wir die weissen Duenen nicht gesehen haetten, aber ein Jeep waere nicht unbedingt noetig gewesen und auch so war die Tour fuer das was geboten wurde einfach zu teuer. Der Fahrer hat uns dann wieder zurueck zum T.M. Brothers gebracht und mittlerweile war es schon richtig dunkel.

Der Abend selbst war dann so eine Sache, denn wir mussten ja noch ziemlich lange warten, also sind wir erstmal ins Internet und haben anschliessend noch Fisch gegessen. Der Fisch war richtig gut und obwohl wir dachten, dass die Portionen wegen der geringen Preise wohl nicht besonders gross sein wuerden, waren wir positiv ueberrascht als ich zwei Fische und Antonia einen Fisch und ein Fischsteak auf dem Teller hatte. Wie gesagt, geschmeckt hat es auch und als wir fertig waren, sind wir zurueck ins T.M. Brothers Cafe um dort bei unserem Gepaeck zu warten. Wir haben dann zwei Maedels aus Israel kennen gelernt und irgendwann haben wir dann im Buero (wo keiner mehr war, aber immer noch Licht brannte) Karten gespielt. Irgendwann kam dann einer mit dem Roller reingebrettert und bekam voll den Nervenzusammenbruch, als er uns da spielen sah. Er hat uns aus dem Buero geworfen und gesagt, dass wir keine Karten spielen duerften, weil die Polizei das nicht gestattet (wir hatten bisher noch keinen einzigen Polizisten am heutigen Tag gesehen). Wir haben uns dann in das Restaurant, dass augenscheinlich zum T.M. Brothers gehoerte (es hiess auch so) und wollten dann dort warten. Leider gab es dort kein Licht und als ich mich nur den Lichtschaltern naeherte, bekam sowohl der Typ der uns aus dem Buero geschmissen hatte und dort jetzt Nachtwache hielt, als auch der Typ der im Restaurant Nachtwache hielt, einen Anfall und haben nur rumgestresst. Ok, also kein Kartenspielen im Dunkeln. Irgendwie standen wir mit den Leuten dort auf Kriegsfuss, im Restaurant gabs noch zwei PCs (einer davon vom spielenden Nachtwaechter besetzt) und als ich fragte ob ich Solitaer spielen koennte, schnautze er mich nur an "You pay me, no Money no Game!"... Dankeschoen! Irgendwann ist aus unerfindlichen Gruenden eine Leuchstoffroehre angegangen, doch die Freude bei uns war nur von kurzer Dauer, denn dieser kleine Graf Rotz (sorry, ich haette aber auch Arschloch sagen koennen...) kam direkt gesprungen und hat den Schalter ausgemacht. Das ganze ging noch ein paar mal hin und her bis wir im endeffekt mit Taschenlampen gespielt haben. Manchmal geraten wir irgendwie an so komische Menschen... naja.

Die Warterei hatte dann Punkt 1 Uhr ein Ende, denn der Bus war super puenktlich. Als wir einsgestiegen sind, fing es dann auch noch an zu regnen, ein passendes Zeichen fuer das super freundliche Personal von T.M. Brothers.

Morgen sind wir dann in Nha Trang, wobei ich noch keine Ahnung hab, was man dort ausser Strand machen kann.

Bis denn!

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