Dienstag, 7. Oktober 2008

TAG 105 - AUFBRUCHSTIMMUNG

07.10.2008 - Phnom Penh

Weiterfahrt nach Phnom Penh, so wuerde ich den heutigen Tag ganz kurz zusammenfassen, aber da ich dafuer bekannt bin, dass ich immer Romane schreibe und es mir schwer faellt mich kurz zu fassen, verschone ich euch diesmal auch nicht. Heute morgen um halb 7 Uhr wurden wir von einem Shuttlebus am Guesthouse abgeholt. Leider fuhren wir nicht direkt zur Busstation, sondern holten noch fast eine Stunde lang weitere Touris an anderen Guesthouses ab. Martin hatte uns in seiner Mail von gestern schon vorgewarnt, doch trotzdem war die Gurkerei durch den Ort ein wenig laestig. Als wir dann endlich an der Busstation ankamen, wurden wir positiv ueberrascht. Unser Bus war ein ziemlich grosser und moderner Reisebus, der von aussen aussah wie ein Doppeldeckerbus. Es stellte sich dann schnell heraus, dass der untere Stock als Laderaum fuer Roller und allerlei Geruempel diente, doch wir hatten sogar eine Toilette im Bus. Wir hatten 6 Dollar fuer den Bus bezahlt und eigentlich haetten wir fuer einen Bus mit Toilette 8 Dollar bezahlen muessen. Irgendwie kam uns das spanisch vor. Als wir dann nach der Abfahrt noch zwei Flaschen Wasser und zwei Erfrischungstuecher bekamen, war es ganz vorbei. Fuer 6 Dollar hatten wir einen super Bus, Wasser und sogar Erfrischungstuecher... da konnte doch echt was nicht stimmen. Wir dachten uns nur, dass man uns nach der Ankunft in Phnom Penh dann die ganzen Sachen in Rechnung stellen wird, aber Pustekuchen, niemand wollte irgend etwas von uns. Eine Busfahrt mit Service fuer 6 Dollar, einfach unglaublich.

Als wir in Phnom Penh den Bus verliessen, erwartete uns schon eine Meute von Tuk-Tuk-Fahrern, die sich mal wieder direkt auf uns stuerzten uns uns keine Ruhe liessen. Wir haben einfach unsere Sachen geschnappt und sind gelaufen, so wie immer. Wir haben uns auf den Weg zum See gemacht, wo es ein Backpackerviertel gibt. Dort erwarteten uns zuerst mal noch mehr Tuk-Tuk-Fahrer und Schlepper (bieten Zimmer an und bekommen Provision fuer jeden Gast, den sie anschleppen). Nach einer kleinen Auseinandersetzung mit einem besonders aufdringlichen Schlepper, haben wir uns wieder aufgeteilt und ich habe das Gepaeck bewacht und Antonia ging auf Zimmersuche. Es dauerte nicht lange und sie war zurueck und hatte fuer 4 Dollar was Anstaendiges mit Seeblick gefunden. Wir haben uns dann erstmal frisch gemacht und danach etwas in einer Garkueche gegessen. Dort haben wir dann auch etwas gesehen, etwas besonders ekliges, dass wir einmal bei "Galileo" gesehen hatten. In der Sendung wurden einmal die ekligsten Essen der Welt gezeigt. Auf Platz 1 landete damals das Embryo-Ei, in dem sich ein halbausgebruetetes Kuecken befindet, dass dann im Ei gekocht wird. Der Moderator, der damals das Essen testete, uebergab sich damals direkt, wir haben das Innere noch nicht gesehen, aber alleine die Vorstellung ist wiederlich. Naja, andere Laender, andere Sitten.

Abends haben wir dann noch mit Martin telefoniert und abgemacht, dass wir uns morgen frueh zum Fruehstueck treffen, wir freuen uns richtig darauf, denn wer haette ahnen koennen, dass wir uns doch so schnell wiedersehen.

Gute Nacht und Viele Gruesse in die Heimat!

1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"aber da ich dafuer bekannt bin, dass ich immer Romane schreibe und es mir schwer faellt mich kurz zu fassen, verschone ich euch diesmal auch nicht."
Und das ist auch gut so, sonst hätten wir ja gar nix mehr zu lesen ;-)
Wow, mal das Gegenteil von Abzocke. Es geschehen noch Zeichen und Wunder.
Zum Glück musstet ihr das Essen nicht auch probieren...