08.10.2008 - Phnom Penh
Fuer heute hatten wir uns mit Martin zum Fruehstueck verabredet und die Freude bei unserem Wiedersehen war auf beiden Seiten gross. Wir haben uns dann auch entschieden den Tag zusammen zu verbringen und die beiden wichtigsten "Attraktionen" von Phnom Penh zu besichtigen. Zuerst einmal das Gefaengnis von Toul Sleng, auch S-21 genannt. Dort wurden zurzeit der Khmer Rouge (die sozialistische Bewegung in Kambodscha) tausende von Menschen gefoltert und getoetet. Die Menschen wurden wie Tiere gehalten und teilweise aufs uebelste Verunstaltet. Man fuehlt sich fast wie in einem Konzentrationslager wenn man durch die Gebaeude laeuft, und das perverseste an der ganzen Sache ist, dass diese Foltereinrichtung eine ehemalige Schule war. Wir haben uns auch noch einen Film ueber die Einrichtung angeschaut und danach die einzelnen Gebauede besichtigt. Teilweise wurden die Folterinstrumente gezeigt und dazu passende Gemaelde (eines ehemaligen Inhaftierten), die diese Instrumente bei der Anwendung zeigen. Die ganze Atmosphaere ist sehr bedrueckend und man fragt sich irgendwie ob die Welt denn nichts aus den Verbrechen der Nazis gelernt hat, denn die Roten Khmer kamen 1975 in Kambodscha an die Macht. Waehrend ihrer Schreckensherrschaft, die nur 3 Jahre dauerte, wurden mehr als 1,5 Millionen Menschen getoetet.
Nachdem wir uns das Gefaengnis angeschaut hatten, fuhren wir weiter zu den "Killing Fields". Dorthin wurden die Gefangenen von Toul Sleng gebracht und getoetet. Nach dem Ende der Roten Khmer wurden bis jetzt mehr als 20.000 Massengraeber in ganz Kambodscha gefunden. Auf den Killing Fields, 15 km ausserhalb von Phnom Penh, wurden mehr als 17.000 Menschen auf bestialische Art und Weise hingerichtet. Selbst heute findet man dort noch Knochen auf den Wegen zwischen den Graebern. Das Zentrum der Anlage ist ein riesiger Glasturm, der von oben bis unten mit den Schaedeln der Opfer gefuellt ist. Der Rundgang dauerte nicht besonders lange und so machten wir uns dann wieder auf den Rueckweg in die Stadt.
Wir waren dann noch was essen und haben uns um unser Visum fuer Vietnam gekuemmert. martin reist heute schon weiter nach Ho-Chi-Minh-Stadt (ehemals Saigon) und wir haben schon abgemacht, dass wir uns dort wieder treffen werden. Der Tag heute war zwar keiner der froehlichsten auf der Reise, aber es war trotzdem interessant und erschreckend zugleich diese Orte zu besuchen. Wir bleiben morgen noch in Phnom Penh und wollen uns vielleicht noch den Koenigspalast und das Nationalmuseum anschauen, ob wirs aber wirklich machen steht noch in den Sternen.
Bis denn!
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1 Kommentare:
Jetzt bin ich verwirrt, ich war mit Lesen schon so weit hinterher, dass ihr damals noch netmal in Vietnam wart?! Aber davon hab ich schonmal was gelesen. Irgendwie bin ich glaub ich durcheinander gekommen... *confused*
Echt erschreckend, dass es solche Terrorherrschafen öfter gab, als einem zuerst einfällt, den Namen hat man vielleicht schonmal gehört, aber dass das auch so grausam war, weiß man ja nicht direkt...