Freitag, 12. September 2008

TAG 79 - HINTER FEINDLICHEN LINIEN

11.09.2008 - Mengla

So, nachdem wir die Nacht relativ gut hinter uns gebracht haben (wenn man mal von den stinkenden Kissen absieht), gab es erstmal noch ein kleines Fruehstueck, welches erstaunlicherweise im Preis enthalten war. Anschliessend haben wir uns ein Tuk-Tuk zur Grenze geschnappt, zusammen mit einer Chinesin, die die Reisegruppe aus Daenemark begleitete. Als wir dann nach 5 min an der Chinesischen Grenze angekommen waren, fagte sie uns, ob wir auch schon unseren Ausreisestempel fuer Laos haben. Leider hatten wir daran ueberhaupt nicht gedacht (wir wollten einfach nur weg!) und mussten also wieder zurueck mit dem Tuk-Tuk nach Laos um dort den noetigen Papierkram zu erledigen. Anschliessend ging es dann wieder nach China, wo wir nun endlich einreisen konnten. Eine kleine Bemerkung noch zur Grenze. Die Strassen in Laos sind ja nicht so toll und als wir dann Richtung China fuhren, kamen wir am Grenzstein vorbei und die Strasse war fuer 10 cm unterbrochen, danach find eine super gute Betonfahrbahn an und fuehrte durch eine Baustelle wo anscheinend ein neuer Kontrollpunkt erbaut wird, alles total modern. 

An der Grenze wurden wir zuerst einmal von zwei Grenzsoldaten begruesst, die erstaunlicherweise Englisch konnten und uns aufforderten ihnen unsere Paesse zu zeigen. Anschliessend mussten wir zu einem Gesundheitscheck, wo man lediglich von einem 2 Meter hohen Geraet gescannt wurde. Ich konnte nur erkennen, dass es meine Koerpertemperatur gemessen hat, aber mehr weiss ich auch nicht. Als wir damit fertig waren, wollte der nette Soldat, dass wir einen unserer Rucksaecke oeffnen und natuerlich wollte er in meinen einen Blick werfen. Ich war zu dem Zeitpunkt schon voll genervt, da mein Rucksack komplett ueberfuellt wegen den Mitbringseln und meinen neuen Schuhen war. Als der Soldat dann aber denn Unrat in meinem Hauptfach sah, hat er selbst eingesehen, dass er mir das nicht zumuten kann uns so gab er sich mit den Kleinigkeiten im Deckelfach zufrieden. Jetzt kamen wir aber erst zur eigentlichen Einreise. Wir mussten mal wieder ein Formular ausfuellen und dann den Beamten den Pass zur PC-Kontrolle reichen. Alles verlief ohne Probleme, bis Gina an die Reihe kam. Der Beamte der vor der PC-Kontrolle schonmal die Visa checkte, wollte sie nicht weitergehen lassen, da die Passnummer nicht zu der auf dem Visum vermerkten Nummer passte. Wir waren alle schon durch die Kontrolle und konnte nur auf sie warten. In der Zeit in der die anderen auf Gina warteten, machten Antonia und ich uns auf die Suche nach einer Bank zum Geldwechseln. 

Der Ort auf der chinesischen Seite der Grenze ist relativ neu und besticht durch einen Stilmix verschiedener Laender. Auf der einen Seite asiatisch, dann aber wieder antik wie in Griechenland, alles knallbunt und total unpassend. Wir sind an zahlreichen Geschaeften vorbeigelaufen und haben nach einer Bank gefragt, doch auch hier konnte wieder niemand Englisch. Ganz am Ende haben wir dann eine Bank gefunden, die jedoch lediglich Bargeld tauschte und deshalb nicht in Frage kam, da wir Traveller Schecks tauschen wollten. Als wir wieder zurueckkamen, hatte sich das Problem mit Gina bereits geklaert. Der Beamte hatte sich schlicht und ergreifend verlesen. Naja, wir haben dann bei einer Dame auf der Strasse Geld gewechselt und uns den naechsten Bus nach Mengla geschnappt von wo aus wir weiter nach Kunming fahren wollten. Der Bus war ganz ok und wir haben auch nur etwa 1 Stunde gebraucht um Mengla zu erreichen. Dort haben wir dann mit Hilfe eines (man glaubt es kaum!) Englisch sprechenden Einheimischen das Busterminal fuer Nachtbusse gefunden und sogleich Tickets gekauft.

Der Bus sollte um 14 Uhr losfahren und ein Sleeper-Bus sein und etwa 15 Stunden bis nach Kunming brauchen. Wir haben uns dann noch schnell gestaerkt und uns anschliessend in den Bus verzogen. Was ein Sleeper-Bus ist, wurde uns beim Einsteigen schnell klar. Im Bus gab es 3 Reihen von Betten, jeweils durch einen Gang getrennt und die Bettenreihen hatten jeweils zwei "Stockwerke". Die Betten und die Gaenge sind etwa nur 50-60 cm breit, aber erstaunlicherweise relativ bequem. Leider halten die Chinesen nicht viel von Rauchverbot, sodass der relativ neue Bus wegen der Klimaanlage schrecklich nach kaltem Qualm stank. Die Chinesen finden es auch richtig Toll mit ihren Handys laut Musik zu hoeren, sehr zum Leidwesen der anderen. Aber das schlimmste ist die Rotzerei. Alle Asiaten rotzen total laut und wiederwaertig durch die Gegend, hier sogar im Bus, manche haben zwar versucht die Muelleimer zu treffen, aber naja, ging ja net immer. Auf jeden Fall verhalten sie sich ein bisschen wie Assis, ihr wollt gar nicht wissen, wie die Toiletten bei den Toiletten-Pausen aussahen...

So, mal sehen wie die Nacht wird und ob es in Kunming endlich mal besser wird, bisher ist China nicht gerade das Land meiner Traeume.

Gute Nacht und bis denn!

Viele Gruesse

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ohje, hoffentlich sind die Erlebnisse mit den Assi-Chinesen nicht symptomatisch, sondern das war nur hier jetzt so. Hört sich ja nervig an...

Aber ich finds gut, dass man mit genug Unordnung der Durchsuchung entgehen kann :-D

Anonym hat gesagt…

Hmmm....China ist also nicht dein Fall bisher? Dabei dachte ich, du freust dich endlich mal in das Land zu kommen wo die drei Chinesen mit dem Kontrabaß sitzen...lach! Erinnerst du dich noch daran, wie oft ich dir das vorsingen mußte???!!!
Ich hoffe, du findest doch noch Gefallen an China, vielleicht klappt es ja mit den dri Chinisi mit dim Kintribiß.....lach...
viele Grüße und dickes Bussi von deiner Mama