Samstag, 13. Dezember 2008

TAG 172 - SECHSERPACK

13.12.2008 - Yogjakarta

Heute Morgen haben wir uns mit Martin und den beiden Maedels zum Fruehstueck getroffen und haben uns anschliessend auf den Weg zum Kraton gemacht, einem alten Sultans-Palast. Auf dem Weg dorthin ist uns dann ganz zufaellig Matt (kurz fuer Matthew) wieder begegnet, den wir im Pizza Hut vor zwei Tagen kennengelernt hatten. Er schloss sich uns kurzerhand an und so verbrachten wir im Sechserpack den Rest des Tages. Der Kraton war, man muss einfach so erhlich zu sich selbst sein, vollkommen uninteressant und herausgeschmissenes Geld. Naja, wir sind dann erstmal Soto Sapi gegessen, eine Reissuppe mit Rindfleisch (= Sapi). Es hat supergut geschmeckt, doch nach der deftigen Mahlzeit war uns allen nach einem Kaffe und einem Stueck Kuchen zumute. Martin hatte keine grossen Probleme uns Fuenf von einem spontanen Trip ins Starbucks zu ueberzeugen und so setzten wir uns in den naechsten Bus und schon waren wir unterwegs. Das Bussystem in Jogja ist eigentlich ziemlich gut geloest, sehr indonesisch zumindest. Eine Sache, die uns bei den meisten Indonesiern bisher unangenehm aufgefallen ist, ist ihr purer Egoismus. Die Leute draengeln sich vor ohne Ruecksicht auf Veruste und wenn irgendjemand platt getrampelt wird, ist es auch egal. Man versucht diesem Verhalten aber in vielerlei Hinsicht entgegenzusteuern, so werden z.B. die Sitzplaetze in Flugzeugen festgelegt, sogar bei AirAsia, die sonst immer (wie bei Billigairlines ueblich) freie Platzwahl haben. Und auch bei den Bussen hat man sich Gedanken darueber gemacht, wie man das Egoistische Fussvolk baendigen kann. Jede Haltestelle ist ein erhoetes Haeusschen mit Warteraum, in dem man einen Fahrkartenverkaeufer findet. Man geht dann durch ein Drehkreuz in den kleinen Wartebereich und wenn der Bus kommt, muss man erstmal warten, bis die Leute ausgestiegen sind. Damit es hier nicht zu Schlaegereien kommt, ist im Bus neben dem Fahrer auch eine Art Schaffner, der ueber die Anzahl der Fahrgaeste Buch fuehrt und beim Ein- und Aussteigen fuer Zucht und Ordnung sorgt. Ausserdem schreitet er auch ein, wenn der Bus ueberfuellt ist, dann versagt er den wartenden Passagieren den Eintritt und verweist auf den naechsten Bus. Alles sehr kompliziert, aber es ist einfach notwendig, da es ansonsten mit Sicherheit Tote gaebe! Nach Kaffee, Kuchen und Pizza Hut (Melanie und Jenny konnten nicht wiederstehen) fuhren wir wieder zurueck und assen erneut in der Garkueche vom Vorabend. Den Abend haben wir zum Grossteil wieder vorm Guesthouse verbracht, wo sich uns noch ein Italiener anschloss, der vor 14 Monaten von Italien aus ueber Land (ohne einen einzigen Flug!) bis nach Indonesien durchschlug und nun seine letzte Woche in der Ferne verbrachte. Nach ein paar Bintangs haben wir uns dann leider ohne Martin (zu muede) und ohne Antonia (gings nicht gut) auf den Weg in die Bintang Bar gemacht, in der es ein bisschen Live-Musik gab. Wir waren leider sehr spaet dran, sodass es nemmehr viel Live-Musik zu bestaunen gab, und die grossen Bintang Flaschen waren auch schon leer, sodass wir relativ schnell wieder vor unserem Guesthouse landeten und noch ein wenig quatschten. Es war mit einer der lustigsten Abende seit langem, was vor allem an Jenny und Melanie lag, die wirklich die unglaublichsten Geschichten zu berichten hatten. Auch diesmal wurde es wieder spaet und als wir uns dann gegen drei Uhr voneinander verabschiedeten (Jenny und Melanie fuhren am naechsten Tag weiter nach Jakarta, Antonia und ich machten uns auf den Weg nach Bali), war ich schon ziemlich fertig.

Es war wie bereits erwaehnt ein toller Tag und um euch jetzt allen noch einen kleinen Schock zu verpassen: wir haben heute getrocknete Fledermaus probiert! Sieht schrecklich aus und schmeckt nach getrocknetem Fisch, aber man kanns essen! ;)

So, bis morgen!

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