27.10.2008 - Hoi An
Das Wetter hier in Vietnam zeigt sich in den letzten Tagen nicht gerade von seiner besten Seite. Grau in grau ist der Himmel und staendig muss man mit Regen rechnen. Eigentlich hatten wir vor noch ein paar Tage in Danang am China Beach zu verbringen, doch wegen dem Wetter haben wir umgeplant und fahren heute mit dem Roller als Tagestour die 30 km nach Danang. Nach dem Fruehstueck haben wir uns um die drei Roller gekuemmert und sind aber erstmal noch zu einem Tempel in der Stadt gefahren, den wir uns noch anschauen wollten. Die Besichtigung war aber im Eneffekt vollkommen unnoetig, da der Tempel super klein war und vom Aussehen her nicht viel anders war, als das was wir uns bereits gestern angeschaut hatten. Auf dem Markt haben wir uns dann noch schnell mit Brot versorgt und dann konnte es endlich losgehen. Der Verkehr in Richtung Danang war eigentlich ganz ok, aber es war schon bedeutend mehr los als in Nha Trang. Kurz vor Danang haben wir noch einen kleinen Stopp bei den Marble Mountains gemacht. Marble ist Englisch fuer Marmor und der Name war dementsprechend Programm. Im Ort am Fuss des Berges, konnte man an jeder Ecke Marmorfiguren in alle Variationen und Groessen kaufen, ein Geschaeft reihte sich ans Naechste. Der Eintritt zu dem Berg den man besichtigen konnte, kostete 15.000 Dong, was noch relativ human war. Wir mussten erstmal ziemlich viele Marmorstufen hinaufsteigen doch oben angekommen, gab es eine Menge zu sehen. Mehrere Tempel und Pagoden konnten wir uns anschauen, teilweise auch Hoehlen in denen man unzaehlige Bhudda-Figuren sehen konnte. Nachdem wir uns alles angeschaut hatten, flanierten wir noch durch 1-2 Geschaefte und machten uns dann wieder auf die Socken.
In Danang fuehrte uns die Strasse direkt am Strand entlang, der kilometerweit entlang der Kueste verlaeuft. Wir sind erstmal weiter Richtung Sueden gefahren wo wir in der Ferne, erhoet auf einem Felsen, eine riesiege Statue sehen konnten. Katharina wollte unbedingt wissen, was es ist und auch wir waren neugierig, also sind wir der Strasse weiter gefolgt. Das Meer war heute sehr aufgewuehlt und meterhohe Wellen brachen am flachen Sandstrand. Als wir die Statue erreichten, sahen wir, dass sie zu einer Tempelanlage gehoerte, die sich gerade erst im Bau befand. Gerade mal 1-2 Tempel waren fertig und wir nutzen ein paar Baenke, die sehr einladend dort standen, um eine kleine Mittagspause zu machen. Die Aussicht von der Erhoehung auf der die Statue und die ganze Anlage sich befand, ermoeglichte uns eine wunderschoene Aussicht ueber China Beach und Danang. Da wir nicht in einen Schauer geraten wollten (das Wetter war hier auch nicht besser), machten wir uns endlich auf den Weg zum Strand. Wie bereits erwaehnt, die See war ganz schoen stuermisch, was mich aber nicht davon abhielt ins Wasser zu gehen. Im Reisefuehrer wurde vor gefaehrlichen Stroemungen hier gewarnt und schon nach kurzer Zeit spuerte im Wasser spuerte ich einen kraeftigen Zug in richtung Norden. Das Gute war aber, dass das Wasser hier sehr seicht ist (nicht viel tiefer als knietief), sodass man zwar die Stroemung spueren konnte, aber man nicht Gefahr lief, abgetrieben zu werden. Vor mir waren noch zwei Asiaten, die in den 2-3 m hohen Wellen weiter ausserhalb waren, was mir jedoch dann wirklich ein bisschen zu heikel war, da ich bereits hier von den Wassermassen beeindruckt war. Spaeter kam Antonia noch mit ins Wasser doch sie hatte groessere Probleme neben mir stehen zu bleiben, da sie den Wassermassen nichts entgegen zu setzten hatte. Wir sind dann nemmehr lange im Wasser geblieben und haben uns anschliessend auf den Weg in ein Seafood-Restaurant gemacht um endlich mal Krebs zu essen. Ich bin schonmal voraus gefahren und irgendwann kam dann Katharina und meinte, dass Antonia einen Platten haette. Na toll, bisher waren wir davon zwar verschont geblieben, aber es musste uns ja treffen, wir ziehen sowas magisch an. Als wir wieder zu Antonia kamen, hatte sie hinten einen Plattfuss und ich machte mich sofort auf die Suche nach einer Werkstatt. Die Naechste konnte ich erst in mehr als 2 km Entfernung finden, was zum Schieben definitiv zu weit war, aber es blieb wohl uns nichts anderes uebrig. Irgendwann ist dann ein Typ auf nem Fahrrad an uns vorbeigefahren und er hatte ganz viele Roller-Reifen geladen. Er deutete uns, dass er zum flicken von Antonias Reifen gleich wieder kommt. 15 min spaeter kam er mit seinem Roller und einer Kiste Werkzeug wieder zurueck und begann die professionelle Reparatur. Er hatte ein paar simple Utensilien und ging sehr geschickt vor. Die Reparatur dauerte nicht lange und nachdem wir ihm 16.000 Dong (= 1$) gezahlt hatten, konnten wir endlich zurueck fahren. Mittlerweile war es schon relativ spaet geworden und es wurde auch immer dunkler, Krebs konnten wir auch nicht mehr essen gehen, wir wollten nach der Panne einfach nur noch zurueck nach Hoi An. Der Heimweg verlief reibungslos und zurueck im Ort haben die beiden Maedels ihre Kleider abgeholt die alle sehr toll aussahen und auch ziemlich guenstig waren. Antonia und ich haben uns dann im stroemenden Regen (es hat gepisst ohne ende!) eine Nudelsuppe gegoennt und anschliessend haben wir noch ferngesehen und sind ins Bett.
So, ein ganz schoener Tag geht zu Ende. Rollerfahren in Vietnam ist irgendwie immer ziemlich cool, auch wenn die Panne nicht haette sein muessen. Es war auch gut, dass wir Danang nur so als Tagestour gemacht haben, denn das Wetter ist ja wie gesagt nicht so der Brueller und auch die Stadt an sich war nicht wirklich schoen, da es eher ein Handelshafen ist. Aber auch hier kann man davon ausgehen, dass China Beach in ein paar Jahren wahrscheinlich komplett anders aussehen wird. Morgen frueh fahren wir dann weiter nach Hue, was etwa 4-5 Stunden weiter noerdlich liegt. Martin war schon vor uns dort und hat uns gemailt, dass es dort sehr stark geregnet haette... mal abwarten wie es jetzt wird, aber bei unserem Glueck... naja, mal sehen.
Bis bald!
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