19.09.2008 - Lijiang
Nach dem Schock mit dem Billard gestern abend, bin ich heute morgen mit einem unwohlen Gefuehl aufgestanden. Als ich runter zum Tisch ging, waren der Hausherr und ein Gehilfe bereits dabei den Tisch zu reparieren. Ich hab mich nochmals bei ihm entschuldigt, doch er meinte einfach nur, dass ich mir keine Sorgen machen muessen und alles ok sei. Wir sind dann zusammen fruehstuecken und mussten uns erstmal wieder durch die Menschenmassen zwaengen. Es sind einfach zu viele Chinesen unterwegs, aber das ist ja nichts neues. Gefruehstueckt haben wir dann bei Sakura Coffee (das Logo war mal wieder Starbucks entliehen). Anschliessend sind wir dann zum Black Dragon Park gegangen. Von dort aus hat mein eine schoene Aussicht auf den Jade Dragon Snow Mountain, einen 5600 m hohen Berg, der immer mit Schnee bedeckt ist und dessen Gletscher man bei schoenem Wetter sehen kann. Leider war das Wetter uns nicht hold, sodass ich doch etwas enttaeuscht war. Wenigstens werden wir den Berg morgen mit der Seilbahn auf 4500 m Hoehe "besteigen", ich freue mich schon richtig.
Nach dem Park haben wir uns dann aufgesplittet. Antonia und ich hatten keine Lust mehr mit den anderen noch in ein Kloster zu fahren, ausserdem wollten wir noch unsere Fluege fuer Indien im Dezember klar machen. Wir sind zuerst noch kurz durch die "Neustadt" von Lijiang spaziert und sind dann zurueck zum Guesthouse. Da wir die Menschenmassen meiden wollten, haben wir eine kleine Seitengasse genommen und uns prompt verlaufen. Wir sind dann an einem groesseren Platz rausgekommen an dem auch das Mu Mansion liegt. Der Mu Clan war irgendwie ziemlich bedeutend fuer Lijiang und weil das Gebaeude von aussen beeindruckend aussah, sind wir rein. Wir haben es nicht bereut, denn im Gegensatz zu den meisten anderen Gebaeuden, die wir besichtigt haben, gab es hier auch noch die alten Moebel und man konnte sich ziemlich gut vorstellen wie die Leute damals gelebt haben. Die Anlage an sich war auch ziemlich gross und wir haben gut eineinhalb Stunden mit der Besichtigung verbracht. Anschliessend haben wir dann nach dem Weg zu unserem Hostel gefragt und sind dann endlich zurueckgekommen und wurden positiv ueberrascht.
Zu unser beider Erstaunen war der Billardtisch repariert. Die Platte des Tisches ist dreigeteilt und die beiden Herren hatten nur das kaputte Teil ausgewechselt. Jetzt musste das ganze zwar wieder trocknen, da der Spalt zwischen den Platten verspachtelt werden musste, aber er war wieder in Ordnung. Wie ein Mahnmal hatten sie jedoch die zerbrochene Platte an einer Wand neben dem Tisch angelehnt. Ich wollte eh kein Billard mehr spielen, doch was mich immer noch erstaunt, ist die Tatsache, dass es dem Typ scheinbar nichts ausgemacht hatte. Wer weiss, vielleicht bekommen wir die Rechnung fuer die Platte erst beim Auschecken. Wir haben uns dann relativ schnell daran gemacht, die Fluege im Internet zu buchen. Wir wollten zuerst bei Tiger Airways einen Flug von Singapur nach Chennai in Indien buchen und danach einen Flug von Chennai nach Colombo in Sri Lanka und wieder zurueck bei Air India Express. Den ersten Flug konnten wir auch ohne Probleme buchen, doch der Zweite wollte nicht so wie wir. Immer wenn wir an den Punkt bei der Onlinebuchung gelangten, an dem man die Kreditkartendaten angeben mussten, stuerzte das Buchungssystem von Air India ab. Es war einfach wie verhext, denn eigentlich wollten wir schon den Flug von Singapur aus bei Air India Express buchen, aber da stuerzte das System schon viel frueher ab. Wir haben fast 4 Stunden am Computer verbracht und ich hatte unsere Daten schon mehr als 20 mal neu eingegeben, bis ich auf einmal durch Zufall etwas anderes geklickt hatte und es weiterging. Endlich kamen wir zum Eingabefenster fuer die Kreditkartendaten und konnten den Flug buchen. Kurze Zeit spaeter erhielten wir dann auch unser E-Ticket und alles war wieder im Lot. Die anderen waren zwischenzeitlich vom Kloster zurueckgekehrt und schon zum Essen vorgegangen, wir hatten uns wieder im Sakura Coffee verabredet. Als wir dort ankamen, war der Laden wie verwandelt. Die gemuetlichen Atmosphaere vom Morgen war knallender Disko-Mucke gewichen und dutzende Chinesen feierten bis ihnen die Koepfe platzten. Uns war sofort klar, dass die andern wohl nicht hier geblieben sind und machten uns auf die Suche nach ihnen. Selbst per Handy haben wir es versucht, doch wir haben sie nicht gefunden.
Auf dem Weg zurueck hat Antonia dann zufaellig entdeckt, dass Rosel, Conny und Gerhard (Gina war im Guesthouse geblieben) in einem Restaurant sassen und wir haben uns dann zu ihnen gesellt. Gerhard bekam gerade eine Massage verpasst und Antonia und ich liessen es uns nicht nehmen dieses Angebot auch wahrzunehmen. Der Masseur hat sich jeweils eine Viertelstunde um unseren Nackenbereich gekuemmert und meiner hatte es nach dem stundenlangen PC-Gehocke bitter noetig.
Mehr ist dann heute auch nicht passiert... war ein ziemlich nerviger Nachmittag mit diesem bloeden Buchungssystem, ausserdem haben sich die anderen gegen den Besuch des Berges entschieden, da sie gehoert haben, dass es dort wieder von Chinesen nur so wimmeln soll. Stattdessen fahren wir in ein Dorf in den Bergen, das voellig untouristisch sein soll. Was es dort ausser Dorf geben soll, weiss ich nicht, mal abwarten, vielleicht bleibe ich auch einfach daheim.
Man liest sich!
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1 Kommentare:
gegen so ne Nackenmassage hätt ich jetzt auch nix einzuwenden =)
Sebastian, du kleiner Zerstörer *schimpf* ;)
Jetzt seid ihr schon 90Tage unterwegs. Kaum zu glauben.
Und trotzdem dauerts noch etwas bis man sich wiedersieht.
Bis dahin vermiss ich euch weiterhin!
Ganz liebe Grüße
Helena
Bei mir gibt's auch was neues:
Ich hab mir am Montag 3 kleine Mäuse zugelegt. Sie heißen Krümel, Mimi und Muffin und sind sooooo unfassbar süß!!