16.09.2008 - Dali
Heute morgen mussten wir relativ frueh raus, da ja die Fahrt um den See heraum anstand. Nach dem Fruehstueck hat uns unser Fahrer direkt aufgegabelt und dann ging es auch schon los. Eine halbe Stunde spaeter erreichten wir die erste Station, ein Herrenhaus einer alten chinesischen Familie, die ihren Unterhalt mit Tee verdient hat. Alle Guides in diesem Haus waren traditionell gekleidet und am Ende der Fuehrung wurden wir zu einer Teezeremonie gefuehrt. Wir bekamen die vier traditionellen Tees: Moon, Flower, Snow und Wind. Allen waren meiner Meinung nach nicht so der Bringer, doch vor allem der Wind-Tee war schrecklich. Er schmeckte genauso wie mein Kopfkissen in Laos Vegas an der Grenze gerochen hat, nach Moder. Nachdem wir uns auch noch kurz einen traditionellen Tanz angeschaut hatten, ging unsere Fahrt weiter. Als naechstes hielten wir an einem Batik-Geschaeft, die Batik-Tuecher etc. herstellten und verkauften. Dieser Halt war eigentlich nicht besonders interessant und mal wieder mehr eine Verkaufsverantstaltung, also sind wir so schnell es ging weiter und haben uns einen kleinen Markt angeschaut. Es gab mal wieder viel Obst und Gemuese und auch Fleisch. Nicht wirklich spektakulaer, aber der Marktplatz mit einem grossen Baum in der Mitte war ganz schoen anzusehen. Es ging direkt zu einem weiteren Marktplatz, auf dem keine Staende waren, aber der sich an einem schoenen grossen Gebaeude orientierte. Auf der Strasse davor konnten wir ausserdem noch eine Beerdigung vorbeiziehen sehen. Die Leute tragen Fahnen und die Urne durch den Ort und es hatte nicht den Anschein, als dass diese traurig waren. Vielleicht haben die Chinesen eine andere Art und Weise an solche Dinge heranzutreten, wer weiss.
Anschliessend haben wir uns ein Restaurant am Erhai-See gesucht und dort zu Mittag gegessen. Danach hat uns unser Fahrer auf eine kleine Halbinsel gefuehrt, von der man einen schoenen Ueberblick ueber den See hatte. In der Naehe dieser Stelle befand sich am Ufer ein beeindruckender Gebaeudekomplex, wahrscheinlich ein Hotel, dass in einer Mischung aus alter und moderner Bauweise gestaltet war und teilweise atemberaubend in die Landschaft integriert war. Nachdem wir dann noch einen kleinen Tempel besichtigt hatten, machten wir uns auf den Rueckweg zu unserem Guesthouse, wobei wir auf dem Weg dahin noch an einer Tempelanlage mit drei grossen Pagoden halten wollten. Als wir nach knapp 45 Minuten dort ankamen, war uns eigentlich klar, dass die Zeit nicht mehr ausreichend war, es war mittlerweile einfach zu spaet und so entschieden wir uns dafuer, die Anlage einfach morgen zu besuchen.
Zurueck im Guesthouse spielte sich nicht mehr viel ab. Ich wollte zuerst mal noch das "Disco-Video" von Kunming hochladen und hab nach dem Kabel von meinem Handy gesucht. Ich hab eigentlich einen Beutel, in dem sich all meine technischen Accesoires befinden, doch das Kabel war nirgends zu finden. Ich hab dann auch mal bei Antonia nachgeschaut, doch auch bei ihr war keine Spur von dem USB-Kabel. Ich hatte mich eigentlich schon langsam damit abgefunden, dass ich es irgendwo vergessen hatte, doch ich wollte nochmal in meinem kleinen Rucksack nachschauen. Beim Ausraeumen des Selbigen griff ich auf einmal in etwas klebriges und nach einem Blick stellte sich heraus, dass eine Dose mit Marmelade (die Antonias Eltern mitgebracht haben) ausgelaufen war und mein ganzes Zeug im Rucksack versaut war. Ich war natuerlich erstmal angepisst und hab den Rucksack einfach nur ausgeraeumt und den Rest liegen lassen. Ich weiss net wie ich dann darauf gekommen bin, doch bei der ganzen Sucherei nach dem Kabel bin ich kein einziges Mal ueber meinen iPod Shuffle gestolpert. Irgendwie hatte ich den seit der Zugfahrt nemmehr gesehen, also hab ich alles direkt nochmal durchsucht, doch auch mein iPod war, wie das Kabel, einfach unauffindbar. Als waeren die anderen beiden Ungluecke noch nicht genug, so hab ich auch scheinbar einen meiner wichtigsten Ausruestungsgegenstaende im Zug liegenlasse. Als ich all dies realistiert hatte, war der Tag fuer mich gelaufen. Abends hatte ich dann auch keine Lust mit Essen zu gehen und so war es wie gestern: die Jungen blieben mal wieder da um Billiard zu spielen und die aelteren Herrschaften sind in die Stadt um zu Abend zu essen. Als Gerhard mit den anderen wieder zurueckgekehrt war, spielten wir zusammen mit Dave (Besitzer des Guesthouses und aus Australien) und Nick (einem Gast aus England) das Spiel "Killer". Es ist eine Variante von Billard, bei der jeder Spieler 5 Leben besitzt. Der Einsatz ist 5 Yuan (50 Euro Cent) und es wir abwechselnd gespielt. Man muss immer versuchen eine Kugel einzulochen, egal welche, falls dies nicht gelingt, bekommt man ein Leben abgezogen, wenn man die 8 versenkt, erhaelt man ein Leben geschenkt. Wir haben zweimal gespielt und zweimal hat Dave gewonnen, wobei man sagen muss, dass Dave in dieser Hinsicht immer ein Glueckskind war und ausser sein Guesthouse ein bisschen zu managen, nichts anderes macht als den ganzen Tag am Tisch zu trainieren. Nach dem zweiten Spiel mussten wir dann auch Ruecksicht auf die anderen Gaeste nehmen, das Spielen einstellen und ins Bett gehen.
Morgen steht dann der Tempel an, auf den ich mich schon sehr freue, ansonsten vielleicht noch ein paar Souvenirs und mehr steht eigentlich nicht an. Vielleicht finden sich das Kabel und der iPod doch noch, aber ich glaube es ehrlich gesagt nicht, da ich wirklich alles durchsucht hab... Scheisstag!
Bis denn und gute Nacht!
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1 Kommentare:
Hallo mein Schatz,
das mit deinem iPod tut mir leid....:-(, das Kabel ist wohl nicht so schlimm, aber vielleicht findet sich ja alles doch noch wieder, ich drück dir fest die Daumen. Und was war der 3. wichtigste Ausrüstungsgegenstand?
Ruf doch mal an, wenn du Zeit und Lust hast!
Ich knuddel dich ganz fest und schick dir ein dickes Tröstbussi mein Schatz!
Deine Mama
Viele liebe Grüße auch von Oma, sie rief grad an.