27.07.2008 - Kuala Tahan
Heute sollte es also in den Dschungel gehen, doch erstmal mussten wir unseren "Kater" ausschlafen. Leider hat das nicht ganz so gut geklappt wie erwartet, denn wir wurden durch eine der duemmsten und unnoetigsten Fragen aller Zeiten geweckt, die durch einen Australier (Neuankoemmling in unserem Dorm) gestellt wurde: "Why are your sleeping?" um halb zehn morgens.
Nach einem ausgiebigen Fruehstueck sind wir dann mit einem Boot ueber den Fluss gefahren und haben uns beim Park Headquarter eine Karte besorgt. Zuerst wollten wir zum Canopy Walk, einem Weg, bestehend aus Haengebruecken zwischen den Baumkronen. Um dort hin zu gelangen mussten wir erstmal eine Dreiviertelstunde durch den Dschungel. Die Wege bis zum Canopy Walk waren eigentlich ganz gut, wenn man mal ueberlegt, dass es am Vortag geschuettet hat wie aus Eimern. Der Canopy Walk an sich dauerte etwa 30 min und war wackelig aber sehr schoen. Die Haengebruecken sollen angeblich die laengsten ihrer Art auf der Welt sein, was ich aber nicht weiter belegen kann.
Von dort aus ging es weiter auf den Teresek Hill, einem kleinen Huegel, etwas ueber 300 m hoch. Von dort aus sollte man einen wunderschoenen Ausblick auf den Nationalpark haben. Der Weg hinauf war etwas beschwerlich, aber ohnehin war ich zu diesem Zeitpunkt schon komplett durchgeschwitzt ("It's an essential part of the Taman Negara experience!"). Nach etwa einer Stunde "Aufstieg" legten wir eine kleine Pause kurz vor dem Gipfel ein (wir dachten es waere schon der Gipfel). Es ging dann aber doch noch ne Viertelstunde weiter bevor wir in den Genuss der schoenen Aussicht kamen. Wir wussten von zwei anderen Deutschen, die wir auch gestern getroffen haben, dass es einen Abstieg vom Teresek Hill gibt, einen anderen Weg also, als der den wir gekommen waren. Nachdem wir kurz suchen mussten, fanden wir den Weg und machten uns an den Abstieg. Nach etwa 50 m wurde uns klar, dass dieser Weg doch etwas anspruchsvoller ist. Der Weg war rutschig, schlammig und teilweise extrem Steil. Hingefallen ist keiner von uns, wir konnten uns immer noch im letzten Moment an einen Ast klammern (fuer mich einmal mit Folgen, ein Ast hatte Dornen!). An einer Stelle war der Weg von einem Baum versperrt, der genau so im Weg lag, dass man nicht mehr erkennen konnte wo der Weg weitergeht, da der Baum etwa 20 m lang war.
Am Fusse des Berges sahen wir dann endlich wieder Wegweiser und einer von ihnen versprach uns einen schnellen Rueckweg, denn das Park Headquarter sollte nur 2 km entfernt sein. Also machten wir uns auf den Weg, mittlerweile waren wir schon fast 4 Stunden unterwegs. Etwa einen halben Kilometer spaeter kam dann wieder ein Schild "Park Headquarter 2 km". Ok, dachten wir nur, also weiter. Die Wegverhaeltnisse waren mittlerweile schlimmer den je und unsere Schuhe waren nur noch Schlammklumpen. Ich war vollkommen erschoepft als wir das 1 km Schild erreichten. Die letzten Meter waren einfach nur noch Schikane. Wir mussten mehr als einmal hinabsteigen um einen Bach zu queren und dann wieder 15 m hinaufklettern. Nach 5 Stunden "essential Taman Negara experience" hatten wir endlich wieder das Headquarter erreicht und kamen auf einem Campingplatz aus dem Dschungel heraus. Dort kam dann das was irgendwann kommen musste. Ich rutsche auf der Wiese aus und hab mich schoen auf den Hintern gelegt. Naja ich war ja ohnehin schon dreckig, von daher machte das keinen grossen Unterschied mehr. Am Schluss hatten wir ca. 6 km in 5 Stunden zurueckgelegt, im Dschungel ist man nicht wirklich schnell.
Insgesamt gesehen war es wirklich eine schoene Tour, die jedoch unendlich anstrengend war. Viele Tiere haben wir jedoch nicht gesehen. Hier und da riesige Ameisen (3-4 cm) und das Lost-Wildschwein. In der Naehe des Resorts haben wir auch ein paar Affen gesehen. Am beeindruckendsten war einfach nur die schiere Dichte des Dschungels, das eigene Klima und das Aussehen der Baeume. Wenn ihr mal die Gelegenheit habt euch so etwas anzusehen und anzutun, dann macht es auf jeden Fall.
Zurueck im Hotel war eine Dusche angesetzt und wir mussten die Schuhe grundreinigen. Nasse Fuesse hatte keiner von uns, aber die Schuhe waren einfach nur noch Schlammklumpen. Danach haben wir uns ein schoenes Abendessen auf einem der schwimmenden Restaurants gegoennt. Vor dem Essen war es total lustig als die Bedienung unsere Frage nach der Art von Fisch nicht verstanden hatte und einfach einen kleinen rohen Fisch holte um uns zu zeigen, was uns erwarten wuerde. Aber es hat funktioniert, denn so hat sie unsere Frage zufriedenstellend beantwortet.
Abends gab es dann auch noch etwas lustiges zu berichten. Als wir zurueckkamen waren wir wieder 5 Leute im Dorm. Wir, ein Australier, eine Englaenderin und eine Amerikanerin. Die Amerikanerin zeigte uns auf Nachfrage des Australiers ihren Waschbeutel, der die Ausmasse einer Kuehltasche hatte. Sie rechtfertigte sich damit, dass sie ja weniger Kleider dabeihabe und sie grosse Flaschen Shampoo und Duschgel gekauft habe, da sie nur ihr eigenes mag. Naja, sie verhielt sich eh ziemlich tussig und irgendwie konnte ich nicht glauben, dass sie mit dem Rucksack durch die Gegend reist.
Nach ein bisschen Smalltalk und nachdem ich der Amerikanerin mein Ipod-Ladegeraet ausgeliehen hatte (was ihren Tag rettete) sind wir dann alle schlafen gegangen, endlich denn Schlaf hatten wir bitter noetig.
Bis bald! VLG!
Heute sollte es also in den Dschungel gehen, doch erstmal mussten wir unseren "Kater" ausschlafen. Leider hat das nicht ganz so gut geklappt wie erwartet, denn wir wurden durch eine der duemmsten und unnoetigsten Fragen aller Zeiten geweckt, die durch einen Australier (Neuankoemmling in unserem Dorm) gestellt wurde: "Why are your sleeping?" um halb zehn morgens.
Nach einem ausgiebigen Fruehstueck sind wir dann mit einem Boot ueber den Fluss gefahren und haben uns beim Park Headquarter eine Karte besorgt. Zuerst wollten wir zum Canopy Walk, einem Weg, bestehend aus Haengebruecken zwischen den Baumkronen. Um dort hin zu gelangen mussten wir erstmal eine Dreiviertelstunde durch den Dschungel. Die Wege bis zum Canopy Walk waren eigentlich ganz gut, wenn man mal ueberlegt, dass es am Vortag geschuettet hat wie aus Eimern. Der Canopy Walk an sich dauerte etwa 30 min und war wackelig aber sehr schoen. Die Haengebruecken sollen angeblich die laengsten ihrer Art auf der Welt sein, was ich aber nicht weiter belegen kann.
Von dort aus ging es weiter auf den Teresek Hill, einem kleinen Huegel, etwas ueber 300 m hoch. Von dort aus sollte man einen wunderschoenen Ausblick auf den Nationalpark haben. Der Weg hinauf war etwas beschwerlich, aber ohnehin war ich zu diesem Zeitpunkt schon komplett durchgeschwitzt ("It's an essential part of the Taman Negara experience!"). Nach etwa einer Stunde "Aufstieg" legten wir eine kleine Pause kurz vor dem Gipfel ein (wir dachten es waere schon der Gipfel). Es ging dann aber doch noch ne Viertelstunde weiter bevor wir in den Genuss der schoenen Aussicht kamen. Wir wussten von zwei anderen Deutschen, die wir auch gestern getroffen haben, dass es einen Abstieg vom Teresek Hill gibt, einen anderen Weg also, als der den wir gekommen waren. Nachdem wir kurz suchen mussten, fanden wir den Weg und machten uns an den Abstieg. Nach etwa 50 m wurde uns klar, dass dieser Weg doch etwas anspruchsvoller ist. Der Weg war rutschig, schlammig und teilweise extrem Steil. Hingefallen ist keiner von uns, wir konnten uns immer noch im letzten Moment an einen Ast klammern (fuer mich einmal mit Folgen, ein Ast hatte Dornen!). An einer Stelle war der Weg von einem Baum versperrt, der genau so im Weg lag, dass man nicht mehr erkennen konnte wo der Weg weitergeht, da der Baum etwa 20 m lang war.
Am Fusse des Berges sahen wir dann endlich wieder Wegweiser und einer von ihnen versprach uns einen schnellen Rueckweg, denn das Park Headquarter sollte nur 2 km entfernt sein. Also machten wir uns auf den Weg, mittlerweile waren wir schon fast 4 Stunden unterwegs. Etwa einen halben Kilometer spaeter kam dann wieder ein Schild "Park Headquarter 2 km". Ok, dachten wir nur, also weiter. Die Wegverhaeltnisse waren mittlerweile schlimmer den je und unsere Schuhe waren nur noch Schlammklumpen. Ich war vollkommen erschoepft als wir das 1 km Schild erreichten. Die letzten Meter waren einfach nur noch Schikane. Wir mussten mehr als einmal hinabsteigen um einen Bach zu queren und dann wieder 15 m hinaufklettern. Nach 5 Stunden "essential Taman Negara experience" hatten wir endlich wieder das Headquarter erreicht und kamen auf einem Campingplatz aus dem Dschungel heraus. Dort kam dann das was irgendwann kommen musste. Ich rutsche auf der Wiese aus und hab mich schoen auf den Hintern gelegt. Naja ich war ja ohnehin schon dreckig, von daher machte das keinen grossen Unterschied mehr. Am Schluss hatten wir ca. 6 km in 5 Stunden zurueckgelegt, im Dschungel ist man nicht wirklich schnell.
Insgesamt gesehen war es wirklich eine schoene Tour, die jedoch unendlich anstrengend war. Viele Tiere haben wir jedoch nicht gesehen. Hier und da riesige Ameisen (3-4 cm) und das Lost-Wildschwein. In der Naehe des Resorts haben wir auch ein paar Affen gesehen. Am beeindruckendsten war einfach nur die schiere Dichte des Dschungels, das eigene Klima und das Aussehen der Baeume. Wenn ihr mal die Gelegenheit habt euch so etwas anzusehen und anzutun, dann macht es auf jeden Fall.
Zurueck im Hotel war eine Dusche angesetzt und wir mussten die Schuhe grundreinigen. Nasse Fuesse hatte keiner von uns, aber die Schuhe waren einfach nur noch Schlammklumpen. Danach haben wir uns ein schoenes Abendessen auf einem der schwimmenden Restaurants gegoennt. Vor dem Essen war es total lustig als die Bedienung unsere Frage nach der Art von Fisch nicht verstanden hatte und einfach einen kleinen rohen Fisch holte um uns zu zeigen, was uns erwarten wuerde. Aber es hat funktioniert, denn so hat sie unsere Frage zufriedenstellend beantwortet.
Abends gab es dann auch noch etwas lustiges zu berichten. Als wir zurueckkamen waren wir wieder 5 Leute im Dorm. Wir, ein Australier, eine Englaenderin und eine Amerikanerin. Die Amerikanerin zeigte uns auf Nachfrage des Australiers ihren Waschbeutel, der die Ausmasse einer Kuehltasche hatte. Sie rechtfertigte sich damit, dass sie ja weniger Kleider dabeihabe und sie grosse Flaschen Shampoo und Duschgel gekauft habe, da sie nur ihr eigenes mag. Naja, sie verhielt sich eh ziemlich tussig und irgendwie konnte ich nicht glauben, dass sie mit dem Rucksack durch die Gegend reist.
Nach ein bisschen Smalltalk und nachdem ich der Amerikanerin mein Ipod-Ladegeraet ausgeliehen hatte (was ihren Tag rettete) sind wir dann alle schlafen gegangen, endlich denn Schlaf hatten wir bitter noetig.
Bis bald! VLG!
HOME
FOTOS
VIDEOS
REISEROUTE
BEITRÄGE
NEUER
AKTUELL IN
REISEDAUER
ZURÜECKGELEGTE STRECKE CA.
AUSGABEN PRO TAG & PERS.
BESUCHER




2 Kommentare:
ich glaub, wenn mich der depp um halb 10 so geweckt hätte, dann hätte ich ihn umgebracht ^^
also echt mit so ner dämlichen frage auch noch, das war das wozu ich auch als erstes was geschrieben hätte... was ein idiot...
hmm, da kommst du ohne hinfallen den ganzen weg runter und kurz vor dem ziel passierts dann doch ärgerlich. aber andererseits wars bestimmt ein "esesntial part" =P